Timm Eitmann - Frauenarzt

Ihr Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtsthilfe in Delmenhorst

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Pränataldiagnostik

Der Begriff Pränataldiagnostik bezeichnet Untersuchungen an ungeborenen Kindern und schwangeren Frauen. Hier werden gezielt nach möglichen Störungen in der Entwicklung des Ungeborenen gesucht. Dies sind spezielle Untersuchungen die zum Teil über die im Mutterpass vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen hinausgehen. 

Die gängigsten Methoden sind einerseits die "nicht invasiven", die alle komplett außerhalb des Körpers der werdenden Mutter stattfinden. Eine Auswahl wird im Folgenden aufgelistet:

- 3D/4D Ultraschall
- Doppler-Sonographie
- Fetometrie
- Nasenbeinmessung
- Blutuntersuchung bei der Mutter

"Invasive Methoden" finden alle innerhalb des Körpers statt. Zu den invasiven Methoden der Pränataldiagnostik gehören hierbei die Chorionzottenbiopsie, die Aminozentese und die Nabelschnurpunktion. 

Risiken

Werdende Eltern sollten sich vor einer pränataldiagnostischen Untersuchung detailliert von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen um auf Ihre individuelle Situation einzugehen. 

Generell haben "nicht invasive" Untersuchungen keine bekannten Risiken für Mutter und Kind. "Invasive" Untersuchungen haben hingegen Risiken, jedoch sind diese relativ gering. Das Risiko einer Fehlgeburt bei Frauen die sich für eine invasive Untersuchung entschieden haben liegt bei 0,5-2%. 

Vor- und Nachteile

Alle werdenden Eltern wünschen sich ein gesundes Kind und erhoffen sich die Vergewisserung über pränataldiagnostischen Untersuchungen zu bekommen. Dennoch sollte man folgende Faktoren in Hinterkopf behalten:

- Es ist zwar möglich zahlreiche Entwicklungsstörungen und Behinderungen des Kindes zu erkennen, jedoch ist eine tatsächliche Behandlung dieser während der Schwangerschaft nur bei wenigen Krankheiten möglich.

- Häufig sind die Testergebnisse nicht eindeutig und es müssen unter Umständen weitere Untersuchungen stattfinden.

- Das Untersuchungsergebnis sagt des Öfteren wenig darüber aus, wie beeinträchtigt das Kind nach der Geburt tatsächlich sein wird. 

Sie sollten als werdende Eltern auch immer daran denken, dass fast alle Kinder tatsächlich gesund geboren werden. Diese Tatsache gerät angesichts des großen Angebots vorgeburtlicher Untersuchungen oft aus dem Blick. Die meisten Behinderungen entstehen erst nach der Geburt im Laufe des Lebens. 

Stellt sich jedoch durch die pränataldiagnostische Untersuchung heraus, dass das Ungeborene eine Erkrankung oder Behinderung hat, kann dies nützliche Informationen liefern. Man kann dann beispielsweise die Geburt in einem spezialisierten Krankenhaus planen, in dem das Kind optimal betreut werden kann. Bei bestimmten Erkrankungen sind auch vorgeburtliche Therapien möglich. Bei besonders schweren Diagnosen können sich werdende Eltern auch über einen Schwangerschaftsabbruch beraten lassen.